Welches Wasserbett passt zu mir ?

Welches Wasserbett passt zu mir?

Wasserbetten haben in der Vergangenheit eine große Debatte hervorgerufen. Bezüglich der Eigenschaften, Vorteile und Nachteile von Wasserbetten scheiden sich nach wie vor die Geister. Viele Interessenten haben von den hygienischen und medizinischen Vorteilen gehört, kennen aber diese nicht genau. Zudem haben viele Verbraucher bedenken was die fraglichen Nachteile eines Wasserbettes anbelangt und welche Arten eigentlich zur Auswahl stehen. Folgender Ratgeber soll informieren, Vor- und Nachteile aufzeigen und verschiedene Tipps bezüglich der Nutzung offen legen.

Medizinische Vorteile



  • Linderung von Muskelschmerzen durch Beheizung
  • Linderung von Rheumabeschwerden
  • Positive Auswirkung bei Rückenbeschwerden
  • Schnelleres Einschlafen/ Besseres Durchschlafen
  • Bessere Heilung von Wunden und Entzündungen
  • Positive Verbesserung des Schlafs von Schwangeren


Welche Arten von Wasserbetten werden angeboten?

Wer sich für ein Wasserbett interessiert stellt schnell fest, dass es bei der Auswahl verschiedene Hersteller, Varianten und Modelle gibt. In erster Linie sollte eine genaue Entscheidung bezüglich des Grundsystems getroffen werden. Derzeit gibt es auf dem Markt zwei Systeme, welche sich vom Aufbau her stark unterscheiden. Die Entscheidung fällt hier zwischen einem Softside-Wasserbett oder einem Hardside-Wasserbett.

 

Softside-Wasserbetten

Bei einem Softside-Wasserbett liegt die Wassermatratze in einem weichen und elastischen Schaumstoffrahmen. Daher rührt auch die Bezeichnung, da der englische Begriff "soft" zum einen weich aber auch elastisch bedeutet. In den meisten Fällen ist dieser elastische Schaumstoffrahmen aus 4 einzelnen Teilen bestehend. Der untere Teil wird auf der Bodenplatte befestigt, während sich der obere Teile frei mit der Matratze bewegt. Dabei werden eine hohe Stabilität und ein hoher Liegekomfort gewährleistet. Ein weiterer Rahmen wird nicht benötigt. Dies bedeutet, dass ein Softside-Wasserbett frei im Raum stehen kann, ohne weiteren Bettrahmen. Wer dennoch nicht auf ein Bettgestellt verzichten möchte, kann natürlich trotzdem einen Bettrahmen verwenden. In den meisten Fällen lassen sich die Softside-Wasserbetten in einen vorhandenen Bettrahmen problemlos integrieren.

Diese Variante der Wasserbetten stellt die gängigste Form dar und wird von den Herstellern auch stetig weiterentwickelt.

Hardside-Wasserbetten

Die Hardside-Wasserbetten stellen die zweite gängigste Variante der Wasserbettsysteme dar. Das die Softside-Wasserbetten den Hardside-Betten den Rang abgelaufen haben liegt jedoch nicht an einem fehlenden Komfort oder mangelnder Qualität. Softside-Betten bieten viele praktische Vorteile und erfreuen sich daher immer größerer Beliebtheit.
Die Hardside-Variante stellt zudem die ältere Form der beiden Systeme dar, wobei die Wassermatratze in einem festen Rahmen liegt. Vom englischen Begriff "hard" (hart) leitet sich auch die Bezeichnung ab. Die Beschaffenheit des Rahmens ist unterschiedlich, wichtig ist nur das er genügend Stabilität und seitlichen halt bietet. Designer können dabei ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Möglich sind Rahmen aus Metall oder Holz, welche das Bett am Ende einem normalen Bett ähneln lassen.

Neben dem Rahmen ist eine Bodenplatte mit Gewichtsverteilern nötig, auf welcher die Wassermatratze aufliegt. Eine Sicherheitsfolie schützt zudem den Rahmen und die Bodenplatte, falls die Matratze beschädigt wird und Wasser austritt.

Hardside-Wasserbetten lassen sich ebenfalls in vorhandene Bettgestelle einbauen. Dies ist aber nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die Seiten der Bettgestelle müssen mindestens 20 cm hoch sein, damit ein Einbau möglich wird. Zudem sollte bedacht werden, dass mit einem Bettgestell das Ein- und Aussteigen nicht so einfach wie bei einem Softside-Wasserbett ist.

Welche Matratzen werden angeboten?

Es besteht natürlich auch die Frage, wie die Matratze beschaffen sein sollte. Hier werden zwei verschiedene Möglichkeiten angeboten, das Uno-System oder das Duo-System. Bei dem Uno-System handelt es sich um eine Wassermatratze ohne Unterteilung. Bei dem Duo-System ist die Matratze noch einmal unterteilt.

Doch warum spielt eine mögliche Unterteilung bei der Auswahl eine wichtige Rolle? Wird die Wassermatratze belastet, kommt es zur Wasserverdrängung welche zu allen Seiten hin stattfindet. Wird die Matratze zum Beispiel von zwei Personen genutzt, ist eine Matratze ohne Unterteilung eher ungünstig, da sie beim Schlafen eventuell nicht zur Ruhe kommen können. 

Wann kommt ein Uno-System in Frage?

Das Uno-System sollte in erster Linie von Personen genutzt werden, die alleine schlafen. Es handelt sich dabei auch um die günstigere Variante. Wird die Matratze von zwei Personen genutzt, sollte der Gewichtsunterschied zwischen den beiden nicht mehr als 15 kg betragen. So findet eine gleichmäßige Belastung der Matratze statt und das Schlafen zu zweit ist möglich. Zudem sollten die Nutzer gleiche Einschlafgewohnheiten und ein ähnliches Temperaturempfinden besitzen. Denn die Uno-Systeme können nur auf eine Weise beheizt werden. Schläft der eine Partner gerne kühl und der andere lieber warm, empfiehlt sich die Wahl eines Duo-Systems.

Wann kommt ein Duo-System in Frage?

Dieses System kommt vor allem bei Partnern in Frage, die unterschiedliches Schlafempfinden und Schlafverhalten besitzen. Mit dem Duo-System können diese alle Vorteile eines Wasserbetts ohne Probleme nutzen, da jeder Nutzer eine eigene Wassermatratze besitzt. Diese können natürlich an die jeweiligen Bedürfnisse individuell angepasst werden. Von Außen ist nicht erkennbar das es sich um zwei Matratzen handelt, da die Auflage aus einem Stück gefertigt ist. Gespürt wird die Unterteilung ebenfalls kaum.

Die Matratzen werden durch eine Thermowand miteinander getrennt. Dies ermöglicht unterschiedliche Temperatureinstellungen, ohne dass sich die Matratzen dabei gegenseitig beeinflussen. Auch die Füllhöhe kann den einzelnen Wünschen angepasst werden. Liegt der Gewichtsunterschied zwischen den beiden Partnern bei mehr als 15 kg, ist das Duo-System in jedem Fall zu empfehlen. Besitzt ein Partner einen sehr leichten Schlaf, sollte die Wahl ebenfalls auf das Duo-System fallen, da die Bewegungen des anderen Partners nicht auf die eigene Matratze übertragen werden. Unerwünschte Störungen gehören hier der Vergangenheit an. 

Wahl der richtigen Größe

Auch Wasserbetten werden in unterschiedlichen Größen angeboten. Bei den verschiedenen Varianten sind den Wünschen der Kunden fast keine Grenzen gesetzt. Ein großes Wasserbett bietet natürlich mehr Komfort als ein kleineres. Wer von einem normalen Bett auf ein Wasserbett umsteigt sollte bedenken, dass die Liegefläche der Softside-Wasserbetten etwas kleiner als die gewohnte Größe ausfällt, da der Schaumstoffrahmen mit eingerechnet wird. Dieser beträgt in der Regel 7 cm. 

Bezüglich der richtigen Größe des Bettes sollten der eigenen Körpergröße circa 10 cm hinzuaddiert werden. So ergibt sich die perfekte Größe einer Matratze. Wer hier dennoch unsicher ist, kann auch mit 20 cm rechnen. 

Beruhigungsstufen

Die Schwingungen einer Wassermatratze können in einigen Fällen störend wirken, daher ist die richtige Stabilisierung wichtig. Mehr Stabilität bedeutet auch weniger Bewegungen und Schwingungen. Wie stark sich die Matratze bewegen sollte, hängt natürlich von den persönlichen Empfindungen ab. In dem Bereich Stabilität und Beruhigung gibt es bei den Herstellern leider keine einheitlichen Werte. Viele werden zwar in Prozent angegeben, unterscheiden sich jedoch zwischen den einzelnen Herstellern. Lediglich die Angaben 0 % (keine Beruhigung) und 100 % (starke Beruhigung) stimmen überein. Für Vergleiche sollte die angegebene Nachbewegungszeit zu Rate gezogen werden. Bei stark beweglichen Matratzen liegt diese Zeit bei 20 bis 30 Sekunden, bei wenig beweglichen Matratzen unter einer Sekunde. Natürlich wird die Beweglichkeit auch von der jeweiligen Vlieseinlage, Füllhöhe Matratze und dem eigenen Körpergewicht beeinflusst.

Beheizung

Zu den wichtigen Bauteilen eines Wasserbettes gehören die Heizung und das Heizelement. Diese können einen großen Einfluss auf die Lebensdauer des Bettes haben.

 

Die Heizung muss immer auf mind. 26 Grad eingestellt werden, auch in Sommermonaten. Ansonsten Schimmelbildung aufgrund von Schwitzwasser, Gefahr einer Unterkühlung für die Person.


Wasserbett und Kinder

Vielen Eltern stellt sich die Frage ob ein Wasserbett auch für Kinder geeignet ist, da es sich bei einem Wasserbett auch um eine teurere Anschaffung handelt. Auch Kinder ab 2 Jahre können von den positiven Eigenschaften profitieren. Ein Kauf lohnt sich also in jedem Fall. In einigen Fällen kann die Entwicklung des Kindes durch ein Wasserbett sogar gefördert werden.

Schäden, Reparaturmöglichkeiten und Pflege

In der Regel sind die heutigen Wasserbetten sehr robust und langlebig. Dennoch kann es auch hier zu kleineren Schäden kommen. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wie es mit Reparaturmöglichkeiten aussieht. Oftmals treten die Schäden durch äußere Einflüsse an der Oberseite auf und lassen sich gut reparieren. Für diesen Fall ist im Lieferumfang ein kleines Reparaturset enthalten. Die Reparatur ähnelt dabei dem Flicken eines Fahrradschlauchs. Natürlich haben auch die Reparatursets ein Ablaufdatum und sollten zu gegebener Zeit ausgetauscht werden. 

Sind die Schäden größer, sollte natürlich ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Damit bei einem Austritt des Wassers kein Schaden angerichtet wird, verfügen die Wasserbetten über sogenannte Sicherheitswannen. Hier wird zwischen "Outlinern" (für Softside) und "Inlinern" (für Hardside) unterschieden. Outliner umfassen das Wasserbett und werden über den Schaumstoffrahmen gezogen. Inliner befinden sich dagegen direkt im Wasserkern.

Damit das Wasserbett lange hält, sollten die Pflegehinweise der Hersteller in jedem Fall beachtet werden. Dabei empfiehlt sich die Verwendung von speziellen Pflegeprodukten.

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