Wasserbett aufbauen

Einleitung

 

Ein Wasserbett hat viele Vorteile. Durch rückengerechtem Liegen wird es immer beliebter gegen Schmerzen. Die Frage, nachdem man sich solch ein Bett gekauft hat, liegt jedoch auf der Hand: Wie wird so ein Bett aufgebaut? Schließlich ist die Bauweise eines Wasserbettes deutlich unterschiedlich im Vergleich zu konventionellen Betten. Die folgende Beschreibung soll beim Aufbau Hilfe geben.

 

Vorabinformation

Zunächst ein Wort zur Positionierung: Achten Sie bitte darauf, dass genügend Abstand zwischen dem Bett und den Wänden besteht. Nur so haben die verwendeten Kabel genug Platz und die Luft kann um das Bett herum zirkulieren. Hierfür sind einige Fingerbreit zwischen Wand und Bett ausreichend.

 

Bettrahmen und Unterbaukonstruktion

Der erste Schritt des Wasserbettaufbaus beginnt mit dem Bettrahmen. Hierbei werden die Seitenteile mit den Eckprofilen so miteinander verbunden, dass deren Flächen mit der gewünschten Farbe nach Außen zeigen.
Anschließend werden die Gewichtsverteilerkreuze zusammengefügt. Diese dienen dazu, das Gesamtgewicht des Bettes gleichmäßig über der Bodenfläche zu verteilen. Hierzu werden die eingebrachten Nuten der Holzbretter ineinander gesteckt. Der Fügeprozess sollte bereits im Bettrahmen stattfinden. Damit ist einem späteren Aufheben aller Gewichtsverteilerkreuze zusammen vorgebeugt und es muss nur noch darauf geachtet werden, dass die Konstruktion mittig im Bettrahmen positioniert wird.
Als Nächstes werden die Bodenplatten auf den Unterbau gelegt. Diese sind so breit, dass Sie die Ränder des Bettrahmens überdecken. Da diese Ebene aus mehreren Teilstücken besteht, können die einzelnen Platten beispielsweise durch Klebeband miteinander verbunden werden. Auch dieser Arbeitsschritt endet damit, dass die Bodenplatten mittig auf dem Unterbau ausgerichtet werden. Zu beachten bleibt weiterhin, den Abstand zu den Wänden zu wahren.



Bettbezug ausrichten und vorbereiten

Der Bezug des Wasserbettes besteht aus zwei Teilen: dem Unterteil und dem Oberteil. Der gesamte Bezug wird nun auf die Bodenplattenebene gelegt. Anschließend werden die beiden Teile der Bezüge, also das Unterteil vom Oberteil, voneinander getrennt. Das gesteppte Oberteil wird zunächst zur späteren Verwendung zur Seite gelegt.  Hierbei ist darauf zu achten, dass eventuelle vorhandene Schlitze im Unterteil, welche zur Durchführung von Heizungsleitungen vorgesehen sind, am Kopfteil des Bettes liegen. Da es verschiedene Ausführungen der Bezüge gibt, kann es durchaus vorkommen, dass es solche Schlitze noch überhaupt nicht gibt. Dann können diese beispielsweise mithilfe eines Teppichmessers selbst eingebracht werden.
Das Unterteil hingegen wird mittig ausgerichtet und so um die Bodenplatten gelegt, dass es diese umschließt.



Anbringen der Schaumstoffkeile

Der nächste Schritt befasst sich mit der Fixierung der Schaumstoffkeile am Bett. Zunächst werden diese an die Ränder des entstandenen Podests gelegt und ausgerichtet. Durch Hochkrempeln des Bezugsunterteils können die Schaumstoffteile nun gegeneinander verspannt werden. Durch die entstandene Stabilität der Kopfteile können nun sowohl die Seitenteile als auch das Fußteil des Schaumrahmens unter Zuhilfenahme der vorhandenen Holzleiste mit den Bodenplatten mit 6 – 7 Schrauben pro Seitenteil verschraubt werden. Wichtig: Das Kopfteil des Schaumrahmens wird nicht verschraubt.

 

Heizungsinstallation und -test

Achtung: Bitte lesen Sie folgenden Abschnitt vollständig, bevor Sie ihn ausführen.
Damit die Heizung später einwandfrei funktioniert, wird diese jetzt im Fußteilbereich eingelegt. Zudem werden die hierzu verfügbaren Stromleitungen durch die im Bezug vorhandenen Schlitze nach außen geführt. Um diesen Arbeitsschritt möglichst einfach durchführen zu können, ist es zweckmäßig das Schaumkopfteil zu entfernen.
Die Funktion der Heizungen kann dadurch überprüft werden, dass die Module kurz an das Stromnetz angeschlossen werden. Anschließend wird die Temperatur über den Regler so weit erhöht, bis eine leichte Erwärmung fühlbar wird. Es muss die Stromzufuhr sofort wieder unterbrochen werden, da ansonsten die Heizung trocken läuft und dadurch zerstört werden kann.
Nachdem die Heizungen den Funktionstest bestanden haben, werden sie im Fußteil ausgerichtet. Nun kann auch das verbleibende letzte Schaumstoffteil am Kopf des Bettes mit den Bodenplatten verschraubt werden.

 

Sicherheitswanne und Wasserkerne einlegen

Um die Sicherheitswanne zu installieren, muss der Seitensteg Bezugsunterteil wieder hinuntergekrempelt werden. Beim Einlegen ist mit Sorgfalt auf einen guten Sitz zu achten. Dabei muss die Wanne um die Schaumstoffkeile gelegt werden. Eventuelle Unebenheiten müssen glatt gestrichen werden. Beim Dual-System ist weiterhin darauf zu achten, dass die Mitteltrennwand mit den Laschen nach unten mittig in dem Bett liegt. Diese Laschen liegen nach dem Komplettaufbau unter den Wasserkernen. Dadurch wird ein Verrutschen der Mitteltrennwand verhindert.
Ist die Wanne gut positioniert, wird diese durch erneutes Hochkrempeln vom Unterteil des Bezugs fixiert. Um anschließend die Wasserkerne einlegen zu können, müssen diese Raumtemperatur haben. Ansonsten kann es zu Schäden kommen.

Wasserkerne füllen und entlüften

Die Wasserkernbefüllung beginnt, indem man zunächst den Schraubverschluss öffnet und die Befüllstutzen mithilfe der Laschen herauszieht. An diese wird dann der Befüllschlauch angeschlossen und die Wasserkerne mit lauwarmen Wasser befüllt. Falls ein Dual-System vorliegt, ist es ratsam, beide Kerne gleichzeitig bzw. in mehreren Zyklen abwechseln zu befüllen. Bei der Befüllung ist es ratsam, ständig den Sitz der Wasserkerne zu korrigieren. Besonders notwendig ist dies in den Ecken.
Sind die Kerne fast gefüllt, muss pro Wasserkern eine Flasche Conditioner eingefüllt werden. Die Wasserkerne werden bis drei Zentimeter unterhalb der Schaumoberkante befüllt. Anschließend wird die Entlüfterpumpe an die Befüllstutzen angeschlossen. Mit deren Hilfe wird im System verbliebene Luft aus dem System gepumpt. Hierbei ist es ratsam, dass man die Luft in Richtung Befüllstutzen streicht und diesen etwas nach oben zieht.
Wurde sämtliche Luft aus den Kernen gepumpt, werden die Befüllstutzen verschlossen und das verbliebene Bezugsoberteil mithilfe des Reißverschlusses an das Bezugsunterteil verbunden. Anschließend kann das Bett mit einem Laken bezogen werden.

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